Berlin

Wo ist der Fehler?

Blick aus meinem Küchenfenster - wo ist der Unterschied?
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Da fliegt da heute früh einfach so'n Ballon vor meinem Fenster 'rum. Dürfen die das? Den High-Flyer einfach direkt vor meine Nase setzen???

I just like to call you my bitch

BitchGuten Morgen! Bin kurz nach 12 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit aus den Federn geklettert, nachdem ich mir gestern im Sage Club die Nacht um die Ohren geschlagen und mit den Disco-Boys abgefeiert habe. Nette Location, witzige Ohrwürmer - und gut was los: Amtlich Schlange steh'n hieß es schon, bevor der Laden öffnete - - für alle, die nicht auf der Gästeliste standen.

Leptop

LeptopEntdeckt und festgehalten am vergangenen Samstag an der Tram-Station Oranienburger Tor.

Kultur - ohne Schock

ReichstagskuppelBesuch in der Stadt heißt in Berlin: Jetzt geht's auf Achse - und zwar quer durch die Stadt. Dieses Wochenende war ich sightseeingmäßig mit Karen und Svenja unterwegs und obwohl sich Berlin wettertechnisch nicht wirklich von seiner besten Seite gezeigt hat (jetzt, wo die beiden im Zug nach Hause sitzen, ist der Himmel strahlendblau - bis vor einer Stunde hat es orginal das ganze Wochenende geschneit!), war's echt 'ne coole Zeit: Siegessäule, Reichstag, Holocaust-Mahnmal (Mein Tipp: besser nachts angucken, ist eindrucksvoller!), Hackescher Markt... viel gesehen, viel unterwegs gewesen.

Mein Highlight dabei: Unser Kabarett-Besuch gestern Abend. Im BKA-Theater stand die Gruppe Unter Niewo auf der Bühne und ihr Stück »Deutsche Geschichte an einem Abend« auf dem Programm - und wir haben sehr gelacht! Kurzweilig und trotzdem anspruchsvoll - wenn Du die Gelegenheit hast, solltest Du Dir das Stück nicht entgehen lassen!

Berlin klassisch

Ich bin beim Surfen auf eine coole Aktion der Berliner Opern- und Konzerthäuser gestoßen: Mit der ClassicCard (zu haben für alle unter 28) gibt's für bloß 15 Euro ein ganzes Jahr lang die Premium-Plätze in Konzerten von Klassik bis Jazz sowie in Opern und Balletten von Barock bis Moderne für kleines Geld: Konzerte kosten mit der Karte nur 8 Euro, Oper und Ballett nur 10 Euro - so oft, wie der ClassicCard-Besitzer mag.

Wie langsames Sterben?

»Der Winter hier in Berlin ist wie langsames Sterben.« Dieses Statement meiner Kollegin Doro ist das wohl krasseste, was ich bislang über die hier in der Hauptstadt angeblich besonders übel ausfallende dunkle Jahreszeit gehört habe. Jetzt ist etwa Halbzeit, was Winter-Depri's und Frostbeulen angeht, und wenn ich 'mal Bestandsaufnahme mache: Naja, ist halt Winter.

Es ist viel grau und viel dunkel, es ist ziemlich kalt (sogar die Spree ist gefroren!), Schnee hat's auch schon ganz gut gegeben (zu viel für die Berliner Stadtreinigung, die damit vollkommen überfordert schien) - bislang aber keine wirklichen Auffälligkeiten. Im Gegenteil: Zwischendurch (heute zum Beispiel) gab es schon einige richtig schöne sonnige Wintertage.

Mal gucken, wie ich nächste Woche rede, wenn dann die viel zitierte und heraufbeschworene »sibirische Kälte« von Polen nach Deutschland 'rüber zieht. Obwohl, wirklich berlin-spezifisch wird wohl auch das nicht werden.

Berlin-Style

Wenn ich an dieser Stelle bemerke, dass Berlin klamottenmäßig ganz schön ab vom Padd ist, spreche ich kein Geheimnis aus. Tarnklamotten auf der einen Seite, möglichst das komplette H&M-Inventar zusammen, quer gemixt auf einmal am Körper (genau so, dass es gar nicht passt) auf der anderen. Chic ist 'was anderes. Und deshalb musste ich über einen Artikel von Peter Richter in der ZEIT sehr lachen. Ein Auszug daraus hier:

Der „Berlin-Style“ ist inzwischen ein stehender Begriff, der in Städten wie Hamburg oder Düsseldorf dazu dient, Leute zu klassifizieren, denen man aus Mitleid Geld zustecken möchte, obwohl sie es gar nicht nötig haben. Er ist in seinen Details nur schwer zu beschreiben, ich kenne aber junge Frauen, die sich eben noch mit Pferdeschwanz, Bluse und Gucci-Täschchen durch München proseccelt haben, dann nach Berlin gezogen sind und nach einer Woche aussahen, als hätten sie sich beim Einkleiden aus genau der Mülltonne bedient, in die aus gutem Grund vor zwanzig Jahren das Bühnenoutfit von Nena entsorgt worden ist. So in etwa muß man sich den „Berlin-Style“ bei jungen Frauen vorstellen. Da junge Frauen in Berlin mitunter auch schon ganz schön alt sein können, kann es passieren, daß man sich nicht sicher ist: Ist das jetzt so eine stinkreiche Event-Tante im „Berlin-Style“ – oder lebt die Frau einfach nur schon länger von Sozialhilfe? Gerade in der armen Stadt Berlin stoßen ja ironische Retro-Moden häufig auf die ganz und gar nicht witzigen Original-Miseren. Zur Hardcore-Variante des weiblichen „Berlin-Style“ gehören fleischfarbene Kniestrümpfchen. Diese Abart nennt sich auch: „Wie angele ich mir einen Päderasten, der gleichzeitig auch auf Omas steht.“

Für den Mann im „Berlin-Style“ sind in diesem Sommer Vollbart und Truckermütze verpflichtend. Die Frisuren sollten einem auf dem Kopf getragenen Haustier ähneln und der Gesichtsausdruck dem eines Andersbegabten. Oder weniger politisch korrekt ausgedrückt: dem von Adam Green. Kenner lassen zusätzlich noch Speichelfäden aus dem Mund laufen. Die fundamentale Ambitions- und Erfolglosigkeit, die durch Haltung und Kleidung zum Ausdruck gebracht wird, muß dabei mit Zündschlüssel und Sonnenbrille stets zumindest soweit konterkariert werden, daß der Kellner sich sicher sein kann, für den Latte Macchiato reicht das Geld, oder jedenfalls das der Eltern.


Den ganzen Artikel kannst Du nachlesen in der ZEIT.

Servicewüste Berlin

Es ist immer wieder unglaublich, mit welcher Ignoranz der gemeine Berliner Kellner seine Kundschaft bestraft. Heutiges Beispiel: Die Victoria Bar in der Potsdamer Straße. Ein von Berliner Medien und Reiseführern als Kult gehypter Laden, der das auch gleich in seinen Preisen niederschlagen lässt: »Während der Cocktail-Happy-Hour alle Cocktails nur 5,90 Euro!« Wow.
Dass ich da kein Trinkgeld gegeben habe, lag übrigens nicht nur an den gepfefferten Preisen, sondern auch am miesen Service: Nachdem zu Anfang unseres Besuchs der Kellner noch von sich aus zu uns kam, um eine Bestellung aufzunehmen, konnten wir später nur mit Mühe und Not auf uns aufmerksam machen (sowohl für die Nachfolgebestellung als auch für die Rechnung).
Urteil: Besser woanders hin setzen. Sechs.

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